Rezension
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Die Schutzengel Noah und Cato brauchen eine neue Herausforderung. Also gehen sie als Weltwirker auf die Erde, um auch ihre Beziehung auf eine neue Ebene zu bringen. Doch für Noah ist das neue Leben im menschlichen Körper eine schwere Last. Erst als er die Gargayle Zinah kennenlernt, fühlt er sich so richtig lebendig. Doch auch diese Liebe kann ihm den verlorenen Himmel nicht zurückbringen.
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Als mir das Buch zum ersten Mal in die Hände fiel, wusste ich nicht, was mich erwartet. Denn der Klappentext sagt nicht viel aus und bereitet nur wenig auf das emotionale Chaos vor, das sich hinter den Seiten verbirgt. Aber meine Güte…wurde ich überrascht…
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Wir tauchen ein in ein bekanntes und trotzdem völlig neues Universum. Es geht um Himmel und Hölle, kennt man, aber wir begleiten zwei Schutzengel, die sich für ein Leben im menschlichen Körper entscheiden. Die Idee fand ich grandios.
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Emotional ist die ganze Geschichte eine Achterbahnfahrt. Allerdings eine, die nur bergab geht. Wäre das Buch ein Film, würde das Grading immer dunkler werden, bis am Schluss alles nur noch Schwarz ist. Alles fängt ganz hell und fröhlich an, aber gerade Noahs Entwicklung und seine Entscheidungen werden immer tragischer und am Ende weiß ich nicht mehr, ob ich ihn bemitleiden oder beglückwünschen soll. Cato drückt das am Ende ziemlich treffend aus.
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Der Schreibstil ist sehr locker und leicht zu lesen und ich liebe den Humor und Sarkasmus, der immer mal wieder mit eingebaut ist. Das gibt der ganzen Tragik etwas, das ich nur als bitter-sweet bezeichnen kann. Die Grundspannung lässt die Zeit beim Lesen schnell vergehen und trotz einiger Zeitsprünge, gibt es keine Handlungslöcher. Die Geschichte ist gut durchdacht und logisch konsistent.
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Das Ende hat mich ziemlich verstört zurück gelassen und ich kann kaum abwarten, bis ich den nächsten Band lesen kann. Daher bekommt das erste Buch aus dem Weltwirkeruniversum von mir verdiente 5/5⭐.
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