Rezension
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Xiyuan hat große Sehnsucht nach ihren chinesischen Wurzeln. Die Münchnerin ist gemeinsam mit ihrem Mann auf der Jagd nach chinesischen Antiquitäten. Als ihr ein geheimnisvolles Siegel in die Hände fällt, ist sie ihrer Herkunft näher als sie denkt. Sie begibt sich auf eine Reise durch Europa und Asien, die Xiyuans Welt und ihre Realität durcheinander bringt. Auf ihrem Weg trifft sie besondere Menschen, die sich gemeinsam mit Xiyuan auf eine Reise ins magische Ungewisse begeben.
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Ich weiß nicht so genau, wie ich euch das Buch am besten beschreiben soll…es ist ein Mix aus Roman, chinesischer Mythologie und Fantasy. Es braucht sehr lange, um in Fahrt zu kommen, aber die kurzen Kapitel lassen es einem nicht zu lang vorkommen.
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Der Schreibstil ist etwas Besonderes. Die Sätze sind sehr kurz und es tauchen häufig Wortwiederholungen auf. Das liegt daran, dass es ans Chinesische angelehnt ist und es das Buch auch in Mandarin gibt. Für mich war der Schreibstil zwar eher anstrengend zu lesen, aber ich finde die Idee an sich cool.
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Die Geschichte und Xiyuans Entwicklung geht sehr langsam voran, was bei einer Reihe aber auch nicht verwunderlich ist. Die Grundfrage nach der Herkunft des Hauptcharakters schwingt immer konstant mit und gibt dem Buch eine gute Grundspannung. Es werden einige Ideen zur Weiterentwicklung der Geschichte gegeben, aber so richtig kann ich mir noch nicht vorstellen, wie die Geschichte zu Ende geht. Ich mag es sehr, wenn das Buch verschiedene Lösungsansätze ermöglicht.
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Zum Abschluss muss ich sagen, dass die Geschichte leider nicht mein Ding war. Ich interessiere mich zu wenig für asiatische Kulturen und chinesische Mythologie. Das macht das ganze aber noch lange nicht zu einem schlechten Buch und bekommt deshalb von mir trotzdem eine 4/5⭐ Bewertung. Ich kann mir gut vorstellen, dass jeder, der sich für diese Art von Mythos und Fantasy interessiert, seine Freude an dem Buch haben wird.
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[Werbung/Rezensionsexemplar]