…oder: Wie ich endlich versuche zu entspannen und doch alles so wird wie jedes Jahr.
Dieses Jahr wird alles anders…besinnlich, ruhiger. Na, hast du diesen Satz schonmal gehört? Ich sage ihn mir jedes Jahr aufs Neue vor und in keinem Jahr ist es mir bisher gelungen. Jedes Jahr freue ich mich auf die Weihnachtszeit, auf Kerzenschein, heißen Kakao und entspannte Stunden mit der Familie. Und sicherlich, so einen oder zwei ruhige Abende gibt es auch in den 4 Wochen. Aber oft vergesse ich, dass es eben auch einen Alltag in der Festzeit gibt.
Dieses Jahr habe ich mich besonders auf die Weihnachtszeit gefreut. Mein Kind bekommt langsam etwas von dem ganzen Trubel mit und hat Spaß an Weihnachtsmusik, Plätzchen und Adventskalendern. Außerdem durfte ich in diesem Jahr zum ersten Mal ein großes Haus und nicht nur eine kleine Wohnung schmücken. Ich genieße es zu sehen, wie mein Sohn Geschenke bastelt und habe selbst viel Spaß am Plätzchen backen.
Doch der Stress bleibt auch in diesem Jahr nicht aus. Denn ich muss nicht nur mein Kind zuhause bespaßen, sondern auch die Kids bei der Arbeit in Weihnachtsstimmung versetzen. Jedes Wochenende ist voll mit Musicalproben oder Freundschaften pflegen. Auto und Waschmaschine sind fast zeitgleich kaputt gegangen. Mein Perfektionismus, wen ich wie beschenken will ist auch ein großer Stressfaktor und neben den Gedanken, um gesunde Ernährung und Sport, denn man will ja auch in der Weihnachtszeit fit bleiben, kommt eine Krankheitswelle nach der anderen und knockt regelmäßig einen in diesem Haushalt aus. Achja, sauber soll das Haus für den Feiertagsbesuch natürlich auch noch sein, was bei einem Kleinkind, das gerade das Kistenausräumen für sich entdeckt hat, geradezu eine Mammutaufgabe ist.
Ich habe absolut keine Patentlösung für ein stressfreies Weihnachten und weiß auch nicht, ob ich es jemals so hinbekomme, wie ich es mir wünsche. Aber ich weiß, dass es vielen Menschen auch so geht und möchte sagen: Du bist nicht allein!
Auf eine Sache möchte ich mich dieses Jahr aber wieder konzentrieren, nämlich auf den wahren Grund, warum wir dieses Fest eigentlich feiern. Dass es eben nicht um das hübscheste Haus und das beste Geschenk geht. Sondern um einen Gott, ohne den ich absolut verloren wäre und der, auch in stressigen Zeiten, mein ganz großer Lichtblick ist.